Reisebericht Barcelona: Schinkenstory April 2014

Es gibt sie – Menschen mit Ideen und Kreativität, Menschen mit der Bereitschaft für Veränderungen, Menschen, die über den Tellerrand schauen und immer wieder mit der Fähigkeit überraschen, Neues zu entdecken. Zu diesen Menschen gehört zweifelsfrei Ulrich Rummel von der Rummel AG. Wie auch sonst könnte man die Verbindung „erfolgreicher Geschäftsmann – Softwarelösungen – Schinken“ erklären?

Die Idee entsteht zufällig – kreativ zufällig – während eines Kurzurlaubes in Barcelona: exklusiver Schinken für Kunden von exklusiver Software. Und schon ist der neue Slogan geboren: 

Sauguter Schinken und saugute Software

Auf den Sächsischen Anwaltstagen präsentiert die Rummel AG zum ersten Mal den vermutlich besten Schinken der Welt – den Iberico Pata Negra Bellota von 5J. Rummel tranchiert diesen sogar persönlich. Und siehe da, es funktioniert. Während sich Besucher über unsere sauguten Softwarelösungen informieren, genießen sie Schinken und Rioja und entspannen so auch von den Vorträgen, die sie besucht haben. Die spanische Gelassenheit ist spürbar. 

Damit ist der Grundstein gelegt. Doch haben wir wirklich schon „den besten Schinken“? 

Die Reise beginnt

Nachdem für U. Rummel kein Weg zu weit ist, um seinen Kunden und Interessenten „DAS BESONDERE“ Software-Schinken-Highlight zu bieten, macht er sich mit seiner Frau Kornelia Rummel auf den Weg, quer durch Barcelona, um den wirklich besten Schinken aufzuspüren. 

Das Abenteuer beginnt am Montag, den 14.04.2014. Um 14:00h startet die große Schinkentour. Zu Fuß zur Rambla, zum Mercat de la Boqueria.

Die ersten Kontakte zu diversen Schinken-Händlern entstehen. Erwähnenswert ist auf jeden Fall Jamon, Queso & Vino. Die Rummels sprechen mit dem Manager Alex Vila. Doch die Suche geht weiter….

Jamon Experience – Schinken erleben

Genau an diesem Tag findet die Neueröffnung eines Schinken-Spezial-Geschäfts „Jamon Experience“ an der Rambla statt  – es gehört zu Enrique Tomas, welcher DER GROßE Schinken-Händler in Barcelona ist. 

Rummels erwartet ein breites Angebot an Schinken unterschiedlichster Qualität.

Hier erfahren Rummels, dass die von uns gekaufte Sorte Schinken bis vor zwei Jahren der Spitzenschinken war. Doch welcher ist es heute? Und wo ist er zu finden? 

Jeden Monat wählt Enrique Tomas persönlich  den Schinken aus, den er dann gerade als seinen Favoriten unter dem Namen Glamuros in den Verkauf bringt.

Heute sind Rummels hier  „anonym“ und am Ende des Tages ziemlich pflastermüde und kreuzlahm – aber um viele Schinkenerkenntnisse reicher!

Am Dienstag besuchen Rummels einen ganz normalen kleinen Schinkenladen, was aber kein neues Know-how bringt. 

Also noch einmal Fußmarsch Mercat La Bocheria St Josep . Hier ist der Schinken vergleichsweise teuer, weil man „Touristen-Aufschlag“ verlangt.

Schinkenführung mit Guide 

Am Nachmittag sind Rummels mit Mariona Compte Pedro verabredet. 

Sie hat 3 Jahre in Berlin gelebt, spricht deshalb sehr gut Deutsch. Ulrich Rummel hat sie vor der Reise schon über das Internet ausfindig gemacht und gebeten, als Übersetzerin und Kennerin der landestypischen Gepflogenheiten bei den wichtigen Terminen dabei zu sein. Sie ist seit 8 Jahren Guide in Barcelona, kennt auch sehr viele Menschen, Restaurants, Hotels der gehobenen Kategorie. Ihr Vater ist Gourmet, kennt die einschlägigen Quellen. Mariona Compte Pedro hat sichtlich Spaß an der Schinken-Tour, einer auch für sie völlig neuen Aufgabe.

Die Reise führt zum zentralen Geschäft von Enrique Tomas in der Pelayo 18, im Herzen von Barcelona und einem Termin mit Carlos Aguilella, dem Geschäftsführer. Dieser erklärt zunächst, dass man zum Schinken Champagner, Sekt oder auch ein Bier trinkt, aber keinesfalls Rioja, weil der Rotwein den Geschmack des Schinkens übertönt.

Im Laden lernen Rummels Christian kennen – einen Meister des Schinkenschneidens. Er ist ein sogenannter Contador, welcher auch Schinkenschneidkurse anbietet. 

Sind die Rummels nun dem Spitzenschinken näher gekommen? Sie, Carlos und Christian sind sich einig: 10 vetas  (gesprochen „des betas“, heißt so viel wie zehn Streifen) - eine kleine Schinkenmanufaktur in Jabugo, dem Ursprungsgebiet der Iberico-Träume liefert den Spitzenschinken. Der dortige Iberico Bellota Puro,  von nur mit Eicheln gefütterten, nicht mit anderen Rassen verschnittenen Pata Negras,  ist wahrlich vorzüglich und eine Art Geheimtipp unter Schinkenprofis. 

Im Gespräch mit den beiden Schinkenmeistern kommt es noch zu zahlreichen tollen Ideen. Doch diese werden hier noch nicht verraten…

Beim Schinken-Papst

Der zweite große Termin dieser Reise ist beim  Schinken-Papst:  Manuel Lopez mit seinem Spezialitäten-Geschäft für Schinken Reserva Iberica . Mitten in der „Besten Gegend“ von Barcelona, umringt von den einschlägigen Luxus-Geschäften. Zahlreiche Artikel in Gourmet-Zeitschriften, Fernseh-Interviews, Radio-Interviews hat er zum Thema Schinken schon durchgeführt. 

Manuel Lopez ist leider persönlich nicht da, aber Angel, ein Mitarbeiter. Ist der Name ein Zeichen?  Zu Rummels großer Freude gibt es in dem Spezialgeschäft drei  Bellotas – und neben Joselito eben auch den vorher schon „entdeckten“ Überraschungsschinken 10 vetas.

Eine wichtige Erkenntnis dieses Treffens ist, dass es auch bei Spitzenmarken Qualitätsschwankungen gibt und durchaus auch ein Joselito mangelhaft sein kann. Manuel Lopez hat den Anspruch der Perfektion. Er und sein Team „probieren“ mit ihrem Knochenstück und ihrer feinen Nase pro Jahr ca. 4000 Schinken. Die besten 200 wählen sie aus für ihr Angebot. Und einen Kurs im Schneiden kann Angel auch halten.

„Den besten Schinken“ gibt es nicht, sagt Angel. Jeder muss seinen finden  und auf einem Baguette schmeckt ihm der Vorderschinken sogar besser, weil noch saftiger, als der doppelt so teure Hinterschinken – vom selben Schwein. Vorderschinken ist übrigens auch deshalb billiger, weil der „Profit“ viel kleiner ist. Aus einer ca. 5 kg Keule bekommt man nur ca. 1.600 g essbaren Schinken, aus einer 7,5 kg Keule Hinterschinken hingegen ca. 3,8 kg. Wieder etwas gelernt.

Er bevorzugt zum Hinterschinken übrigens diesen Sherry.

Als Rummels am Ende des Tages am Plaza de Espanya einen letzten Schinkenteller bestellen und dazu ein Glas Sekt und Picos genießen, ernten sie ein Lächeln des Contadors: Bueno! Endlich welche, die keinen Rioja dazu wollen.

Dann geht es wieder zurück nach Hause. Erstmal Schinkenpause.